Klimaschutz beginnt in den eigenen vier Wänden
14.12.2011
Zwiespältig wurden die „Ergebnisse“ der Klimakonferenz in Durban aufgenommen. Nach dem Austritt Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll und der Gefahr des Stillstandes im weltweiten Klimaschutz, zieht Franz Roland Jany, Geschäftsführer der Gemeinschaft Dämmstoff Industrie (GDI), ein pragmatisches Fazit: „Die Lösung des Klimaproblems liegt wohl nicht in multilateralen Vereinbarungen, sondern in der Senkung des Energieverbrauchs von Unternehmen und Privathaushalten. Kurz: Bringt die Staatengemeinschaft schon nichts zu Wege, darf das uns einzelne nicht hindern, verantwortlich zu handeln.“ Österreich muss hinsichtlich der EU-Klimavorgaben dennoch wachsam sein: „Hohe Strafzahlungen müssen und können vermieden werden, etwa indem wir Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebereich vorziehen“, so Jany.
Der globale Klimaschutz ist derzeit im Kyoto-Protokoll festgeschrieben – eine multilaterale Vereinbarung, die wirklich wirksame Klimaauflagen vermissen lässt. So hat sich Kanada einfach dazu entschieden, aus dem Kyoto-Protokoll auszutreten, weil es die Auflagen nicht erfüllen konnte oder wollte. Dieser Rückzug bedeutet einen herben Rückschlag für den globalen Klimaschutz, jany befürchtet „Nachahmungstäter“. Die EU bindet jedoch mit ihren Klimavereinbarungen ihre Mitgliedsstaaten um ein vielfaches stärker an Kyoto, damit Ausstiege wie jener von Kanada vermieden werden können. „Verträge und Vereinbarungen sind dazu da, um eingehalten zu werden und Einsparungen in den Bereichen Energie und Emissionen sind notwendig, um den Klimawandel in erträglichen Grenzen zu halten“, mahnt Jany Vertragstreue ein. Einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der heimischen Klimaschutzziele leistet hochwertige Wärmedämmung im Gebäudebereich.
Energieeffizienz Gebot der Stunde
Der
wichtigste Punkt im Kyoto-Protokoll ist das festgeschriebene Ziel: die
Verpflichtung zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Die wesentlichen
Verursacher der österreichischen Treibhausgas-Emissionen sind die Sektoren
Industrie und produzierendes Gewerbe, Verkehr, Energieaufbringung, Raumwärme
und sonstiger Kleinverbrauch sowie Landwirtschaft. „Gerade der Gebäudebereich
kann –im industriellen, gewerblichen und privaten Bereich – einen wichtigen
Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Jany. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten
ist es zudem notwendig, durch Förderungen Investitionen anzuschieben. „Der
Sanierungsscheck ist eines der erfolgreichsten Projekte der österreichischen
Bundesregierung.“ 2009 wurden etwa durch die bereitgestellten 100 Millionen
Euro jährlich insgesamt 680 Millionen Euro an Investitionen angestoßen – eine
Win-Win-Situation für Klima, Konjunktur und jeden Einzelnen. „Eine qualitativ
hochwertige Dämmung der Gebäudehülle ist nicht nur klimaschonend und ein
wichtiger Faktor zur Wirtschaftsbelebung – die nachhaltige Reduktion der
Energiekosten schont ja auch die Geldbörse und führt zu einer höheren Kaufkraft
der einzelnen Haushalte“, sieht Jany eine soziale Komponente in der Dämmung.
„Und billiger wird die Energie in nächster Zeit mit großer Sicherheit nicht
werden. Daher liegt es auch im Interesse der einzelnen, ihren Energieverbrauch
nachhaltig zu senken.“
EnergieEffizienz Partner-Programm
bringt Qualitätsschub
Das
Bewusstsein in der Bevölkerung über die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen
ist vorhanden. Auch das Bekenntnis der Bundesregierung, Investitionen in
Gebäudedämmung mit Förderungen der öffentlichen Hand zu unterstützen ist über
die nächsten Jahre gesichert. Mit der neu geschaffenen Plattform
„EnergieEffizienz Partner“ soll über die Dämmstoffhersteller hinaus ein
Wissenstransfer im Bereich Energieeffizienz und hochwertiger Wärmedämmung die
Qualität in der Kundenberatung weiter steigern. „Im Hausbau und gerade bei
einer hochwertigen Wärmedämmung brauchen
Kunden die richtigen Antworten auf ihre Fragen. Hier wollen die EnergieEffizienz
Partner, also Dämmstoffhersteller, Architekten, Baumeister, Baustoffhandel und
andere Verarbeiter jedem Kunden vermehrt optimale Lösungen anbieten“, baut Jany
auf eine branchenübergreifende Zusammenarbeit. „Damit leisten wir wichtige
Arbeit für eine energieeffizientere Nutzung der Raumwärme und somit weniger
Treibhausgase. Wenn jeder Einzelne seinen Beitrag leistet, sind wir auf einem
guten Weg fürs Klima, und auch unsere Finanzen“, schließt Jany.
Über GDI:
Die GDI ist
die produktunabhängige Plattform und Interessensvertretung der österreichischen
Dämmstoffindustrie. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der Steigerung der
Energieeffizienz von Gebäuden durch hochwertige Wärmedämmung.
Weitere GDI Ziele durch verbesserte Wärmedämmung: Erreichung der Energie- und klimapolitischen Ziele, wie z.B. 2020, Erhöhung der Wertschöpfung, Steigerung nachhaltiger Bauweisen, Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, Verbesserung der Kaufkraft für Haushalte , nachhaltige Reduktion des Energieverbrauchs und damit Absicherung der Energieversorgung in Österreich.
Bei Rückfragen:
Georg Huemer
Ecker &
Partner Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs GmbH
Loquaiplatz
12, 1060 Wien
Telefon +43
(0)1 59932-44
Mobil: +43
(0) 650 - 9256687
E-Mail: g.huemer@eup.at
Mag. Franz Roland Jany,
Geschäftsführer
Gemeinschaft
Dämmstoff Industrie (GDI)
Schikanedergasse
12/9, 1040 Wien
Tel.:
01-504 57 71, 0676-42 600 44, Fax: DW 20
E-Mail: jany@gdi.at

