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  Vier Minister, ein Ziel: Thermische Sanierung! 2009-11-16
 

„Wir begrüßen die Forderung von Bundeskanzler, Sozialminister, Wirtschafts- und Umweltminister, die ein neuerliches Konjunkturpaket für die thermische Sanierung fordern“, freut sich Franz Roland Jany, Geschäftsführer der GDI, Gemeinschaft Dämmstoff Industrie.

 

„Seit nunmehr 15 Jahren fordert die GDI verstärktes Engagement in der thermischen Sanierung, vor allem weil diese wirtschaftspolitisch ein aufgelegter Elfer ist.“ Denn keine Maßnahme bringt mehr an positiven Effekten, auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene sowie an Steuerrückflüssen und Kosteneinsparungen, wie die thermische Sanierung. Das bestätigen renommierte Institute wie das Wifo, das Österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut, die Uni Klagenfurt oder aber die weltweit tätigen Unternehmensberater McKinsey. Nur: die konsequente politische Umsetzung in Österreich fehlt bis heute.

 

Zuviel CO2, zuwenig Gas


„Österreich – und das ist jetzt amtlich – ist das Klimaschlusslicht Europas“, bedauert Jany die negative Entwicklung vom Musterschüler zum Kioto-Sitzenbleiber. „Nicht nur die Strafzahlungen werden bis 2020 weiter anwachsen, auch die Green Economy droht damit in Österreich auf der Stecke zu bleiben, wenn nicht endlich entschieden gegengelenkt und kräftig investiert wird.“  Ein drittes Konjunkturpaket mit dem Schwergewicht Thermische Sanierung ist die richtige Therapie zur richtigen Zeit.

 

Aber auch die Ankündigung von Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin, den Gashahn in Europa erneut ab zu drehen, sollte die Alarmglocken schrillen lassen. 


„Die einzige Möglichkeit, sich von der Energie-Abhängigkeit zu entkoppeln ist, den Energieverbrauch drastisch und nachhaltig zu senken. Die thermische Modernisierung des Gebäudebestandes würde drei Fliegen mit einem Schlag treffen:

 

1. Weniger CO2 bedeutet weniger Strafzahlungen,
2. weniger Energieverbrauch bedeutet mehr Unabhängigkeit und die Möglichkeit dezentrale Wärmeversorgung aus erneuerbarer Energie zu schaffen und
3. höhere Sanierungsraten bedeuten mehr Jobs, mehr Wertschöpfung, mehr Haushaltseinkommen durch geringer Energiekosten und mehr Steuereinnahmen.“

 

Nationaler Kraftakt ist nötig


„Zuschauen und hoffen, alles wird sich irgendwie von selbst regeln, ist definitiv zuwenig. Das haben die letzten Jahre leider deutlich gezeigt“, fasst Jany die aktuelle Situation zusammen. „Die Politik hat akuten Handlungsbedarf, sie muss endlich wieder steuern und die Richtung vorgeben – zu Tode sparen hilft niemandem in Österreich. Ein nationaler Kraftakt bestehend aus langfristig angelegten Investitionen der Öffentlichen Hand in die thermische Sanierung, rasche Änderung von Barrieren im Wohn- und Steuerrecht und einer massiven Aus- und Weiterbildungskampagne sowie Forschungsförderung sind nötig, um die noch immer vorhandenen Optionen für Nachhaltigkeit und Green Economy zu nutzen.“

 

Statt Freiwilligkeit, Zwang zur thermischen Sanierung


„Die bisherigen Instrumente haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht, denn die Sanierungsrate hat sich seit rund 15 Jahren nicht verändert und liegt nach wie vor bei rund einem Prozent“, analysiert Jany. „Eine Verpflichtung zur thermischen Sanierung, wie sie in Deutschland bereits für die oberste Geschossdecke gilt, fehlt in Österreich noch immer. Noch fehlt es an Mut zum Paradigmenwechsel: Daher Zwang statt Freiwilligkeit! Aber vielleicht sind die Signale Putins und das schlechte Abschneiden Österreichs beim Kioto-Vergleich doch ein Ansporn, endlich aktive und mutige Schritte zu setzen“, schließt Franz Roland Jany die Presseinformation.

 

Wien, im September 2009


Bei Rückfragen:
Mag. Franz Roland Jany, Geschäftsführer
Gemeinschaft Dämmstoff Industrie, GDI, Favoritenstraße 4-6/2/12a, 1040 Wien
Tell. 01-504 57 71, 0676-42 600 44, Fax DW 20
email: jany@gdi.at


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