„Die Österreichische Dämmstoffindustrie befürwortet und unterstützt einhellig die heute vorgestellten Maßnahmen zur Energie Strategie 2020 der Österreichischen Bundesregierung“, begrüßt Franz Roland Jany, Geschäftsführer der GDI, Gemeinschaft Dämmstoff Industrie das nunmehr im Internet veröffentlichte Maßnahmenbündel. „Gerade die thermische Sanierung stellt aufgrund der positiven finanziellen Effekte das Herzstück für die Umsetzung dar: 100 Millionen Euro an Investitionen stehen rund 200 Millionen Euro an Steuereinnahmen gegenüber – besser geht’s für den Finanzminister und für die Zielerreichung nicht. Was leider fehlt, ist die Fortführung des Sanierungsschecks durch die Bundesregierung – dieser könnte allerdings als eigene Initiative fortgeführt werden und durch eine Bundeswohnbauanleihe finanziert werden.“
2020: 20 Prozent weniger CO2, 34 Prozent erneuerbare Energie
Ziel der Energiestrategie ist es, die Energieeffizienz zu steigern, gleichzeitig den Anteil erneuerbarer Energie auf 34 Prozent zu erhöhen und damit die Versorgungssicherheit Österreichs nachhaltig sicher zu stellen.
Sanierungsscheck fehlt noch im Maßnahmenkatalog
„In die gleiche Kerbe schlagen die Forderungen im GDI Positionspapier Energieeffizienz JETZT! mit ihren zahlreichen Unterstützern: Runter mit dem Energieverbrauch, dann rein mit erneuerbarer Energie und damit sicherstellen der Energieversorgung in Österreich“, beschreibt Jany die strategisch Orientierung der Dämmstoffindustrie. „Nur eine Doppelstrategie Energieeffizienz und erneuerbare Energie führt zum nachhaltigen Erfolg der Energiestrategie“, ist der GDI-Geschäftsführer überzeugt. „Darüber hinaus finanziert sich die thermische Sanierung von selbst, wie die Erfolgsgeschichte des Sanierungsschecks 2009 der Bundesregierung eindrucksvoll gezeigt hat: Statt den budgetierten 50 Millionen Euro wurden schließlich 61 Millionen an Förderung ausgeschüttet. Dem standen
485 Millionen Euro an ausgelösten Investitionen gegenüber (Faktor 8) und rund doppelt soviel an Steuerrückflüssen (siehe Info Box)“, fasst Jany zusammen.
„Leider fehlt diese Maßnahme noch explizit im Maßnahmenkatalog. Die Finanzierung über zehn Jahre könnte, sagen Experten, über eine Bundeswohnbauanleihe erfolgen, die sich praktisch selbst zurückzahlt – die Aussetzung der Sanierungsschecks Erfolgsgeschichte, wäre ein falsches Signal.“
Thermische Sanierungsoffensive – die Jahrhundert-Chance
„Bis 2020 können Bund und Länder gemeinsam mit einer thermischen Sanierungsoffensive eine einzigartige Erfolgsgeschichte schreiben, die nur Gewinner kennt:
Haushalte und Bürger sparen Geld, Österreich spart Energie und senkt CO2 und
zusätzliche Green Jobs werden geschaffen – eine win win win Chance für Österreich“, sieht Jany die Jahrhundert-Chancen, die sich aus der Energiestrategie der Bundesregierung ergeben.
Info-Box Sanierungsscheck:
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Anreizfinanzierung durch den Bund: 50 Millionen Euro geplant, auf 61 Millionen erhöht
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Effekte der Förderung:
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- Anhebung der Sanierungsrate in der privaten Wohnungswirtschaft von 1% auf 2 %
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- Unterstützung von rund 40.000 Einzelmaßnahmen in/an rund 14.000 Gebäuden
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- Energieeinsparung von rund 1,2 PJ pro Jahr, das sind rund 34.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
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- Investitionsvolumen von derzeit 500 Millionen Euro, Anstieg auf 650 Millionen Euro wahrscheinlich
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- 7.000 Beschäftigte
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- 200 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen für den Staat durch Abgaben (über Lohn- und Mehrwertsteuer)
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FAZIT:
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Um ein Petajoule Energie einzusparen müssten somit
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- rund € 51 Mio. Fördervolumen eingesetzt werden,
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Dadurch könnten:
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- rund € 404 Mio. Investitionsvolumen induziert und
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- rund 28.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
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Quelle: WIFO-Studie „Thermische Gebäudesanierung nutzt Umwelt und Wirtschaft“, Februar 2010.
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Info-Box:
Forderungen der GDI im Rahmen ihres Positionspapiers:
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Forderungen der GDI:
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Kurzfristig:
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1. Sanierungsscheck im Rahmen eines dritten Konjunkturpakets.
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Mittelfristig:
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2. Verpflichtende thermische Sanierung
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3. Bauordnung und Wohnbauförderung (Neubau und Sanierung)
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4. Steuerrechtliches Modell
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5. Wohnrechtliche Sanierungsförderung.
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Langfristig:
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6. Zweckbindung der Wohnbauförderung.
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Liste der Unterstützer:
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AEE NÖ Wien
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Bundes Arbeiterkammer
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Biomasseverband
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BauGenial
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Fertighausverband
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FG Wien der Ingenieurbüros
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FMI – Fachverband Mineralwolle Industrie
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G.P.H. Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum
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Gewerkschaft Bau-Holz
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Global 2000
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Greenpeace
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IG Passivhaus
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IIBW - Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH
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Klimabündnis Österreich
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NÖ Möbel- und Holzbau-Cluster
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Neustifter Kreis
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ÖGNU - Umweltdachverband
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WIFO - Wirtschaftsforschungsinstitut
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WWF – World Wild Fund
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ZIB - Zentralverband der Industriellen Baustoffhersteller
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Wien, im März 2010
Bei Rückfragen:
Mag. Franz Roland Jany, Geschäftsführer
Gemeinschaft Dämmstoff Industrie, GDI, Schikanedergasse 12/9, 1040 Wien
Tell. 01-504 57 71, 0676-42 600 44, Fax DW 20
email: jany@gdi.at
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