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Neue Broschüre: Passivhaus-Details für Anwender
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Behaglichkeit
Im Gegensatz zur herkömmlichen Bauweise sind - durch die besonders gute Wärmedämmung - die raumseitigen Oberflächentemperaturen der Wohnräume annähernd gleich hoch wie die Raumlufttemperatur. Damit gehören kalte Wände der Vergangenheit an.
Der Wohnkomfort, wie auch die Gebäudequalität eines Passivhauses sind durch die hochwertige Bauqualität weit höher als bei konventionellen Häusern.
Frische Luft
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt für zug- und staubfreie Frischluftzufuhr. Zusätzlich können spezielle Filter gegen Pollen und andere Allergene eingesetzt werden.
Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit
Die geringfügig höheren Investitionskosten werden durch zusätzliche Förderungen und deutlich geringere Betriebskosten rasch ausgeglichen.
Genaue Daten zur Wirtschaftlichkeit von Passivhäusern wurden im Zuge des europaweiten CEPHEUS-Projektes erhoben.
Sommertauglichkeit
Wie bei herkömmlichen Häusern ist auf ausreichende Beschattung (z.B. Dachüberstand) der Fenster und Verglasungen zu achten. Zusätzlich bietet der Erdreichwärmetauscher im Sommer über die Lüftungsanlage einen sanften Kühleffekt.
Ökologische Aspekte
Passivhäuser haben einen äußerst geringen Heizenergiebedarf (HWB 15 kWh/m²a oder 1,5 l Heizöläquivalent pro m² und Jahr). Dadurch reduzieren sich einerseits Umweltbelastungen wie CO 2 - und Schwefeldioxid-Emissionen sowie weitere ökologische Belastungen wie Global Warming Potential (GWP), Primärenergie etc. Andererseits reduziert ein Passivhaus den Energieverbrauch von Ressourcen um rund 90 Prozent über die gesamte Lebensdauer.
Krisensicherheit
Selbst bei Energiekrisen (wie Erdöl, Erdgas etc.) funktioniert ein Passivhaus.
Architektonische Vielfalt
Es sind alle Bauweisen möglich. Der Glasflächenanteil ist zu optimieren, nicht zu maximieren. Das beheizte Volumen eines Passivhauses ist möglichst kompakt zu planen. Die Südausrichtung ist kein „Muss“.
Checkliste Passivhaus
| WÄRMESCHUTZ DES GEBÄUDES |
Alle Bauteile der Außenhülle des Hauses (exklusive Fenster) werden auf einen U-Wert kleiner als 0,15 W/m²K zu dämmen. Dies ist mit Dämmdicken zwischen 25 und 40 cm erreichbar.
Anmerkung: Das Gebäude muss möglichst kompakt sein. Zu vermeiden sind auskragende Gebäudeteile, verwinkelte Grundrisse, ebenerdige Gebäude, Eckfenster etc. Aus ökonomischen Gründen können Wärmbrücken mit y £ 0,05 W/m²K vertretbar sein. Diese Verluste sind durch eine geringfügige Erhöhung der Dämmdicken zu kompensieren.
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| FENSTER UND TÜREN |
Die Fenster und Türen sind mit 3-Scheiben-Verglasung auszuführen und dürfen einschließlich der Rahmen einen U-Wert von 0,80 W/m²K nicht überschreiten. |
| LUFTDICHTHEIT DES GEBÄUDES |
Der Luftwechsel bei 50 Pa Druckdifferenz darf nicht mehr als das 0,6-fache des gesamten Luftvolumens pro Stunde betragen. Die Luftdichtheit ist mit dem Blower Door Test nachzuweisen. |
| WÄRMERÜCKGEWINNUNG |
Die Wärme der Abluft ist durch geeignete technische Einrichtungen wie Wärmepumpe oder Wärmetauscher zurück zu gewinnen und der Frischluft zuzuführen. Der Wärmerückgewinnungsgrad darf 80 Prozent nicht unterschreiten. |
Ausführliche Informationen rund ums Passivhaus:
Interessensgemeinschaft Passivhaus Österreich : www.igpassivhaus.at
Passivhaus-Institut Darmstadt : www.passivehouse.com
Info-Plattform und Datenbank Österreichischer Passivhäuser: www.passivehouse.at
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