Wärmeschutz

Die thermische Sanierung, bzw. die Wärmedämmung umfasst alle baulichen Maßnahmen, um Wärmeverluste durch die Gebäudehülle – wie Außenwände, Dach, Keller – im Winter zu reduzieren. Den wichtigsten Beitrag dazu liefern Dämmstoffe. Durch ihre geringe Wärmeleitfähigkeit ist die Wärmedämmwirkung besonders groß. 

Die Dicke der Wärmedämmung und die Wärmeleitfähigkeit bestimmen den sogenannten k-Wert eines Bauteils, jetzt U-Wert. Er ist eine Maßzahl für dessen Wärmedämmwirkung, zum Beispiel bei einer Außenwand oder einem Dach. Je kleiner der U-Wert ist, desto geringer sind die Wärmeverluste oder umgekehrt, desto besser ist die Wärmedämmung. 

Die Wärmedämmung hat direkt Auswirkungen auf den Heizwärmebedarf, die Heizkosten, die Schadstoffemissionen (vor allem Kohlendioxid, CO2) und schließlich auch auf den Grad der Behaglichkeit und das Raumklima in den eigenen vier Wänden. Weiters hat ein umso besserer Dämmstandard (Dicke der Wärmedämmung, U-Wert) eines Hauses positive Effekte auf die österreichische Wertschöpfung, die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Leistungsbilanz. (Quelle: TU-Wien 1996, WIFO 2002). 

Dies geht auch aus einer Studienkooperation zwischen der Donau-Uni Krems und der Universität Klagenfurt aus dem Jahr 2002: Durch eine Sanierung auf Standard eines Niedrigenergiehauses (Dämmstärken von 18 Zentimetern in der Außenwand und mindestens 30 Zentimetern auf der oberen Geschossdecke) sparen Eigenheimbesitzer bis zu 70 Prozent ihres heutigen Heizenergiebedarfs und damit ihrer Heizkosten. Sie schaffen damit auch mehr Behaglichkeit daheim und leisten außerdem einen Beitrag zur Klimastrategie.